Mit dem „Life changing bread“ in die Fastenzeit
Gestern noch wild gefeiert und geschlemmt…? Wie verrückt Krapfen verdrückt, mit vollen Gläsern, Masken und Kostümen den Fasching zelebriert und ohne Rücksicht auf Verluste den Magen mit Leckereien vollgeschlagen? Mit dieser Völlerei ist nun aber Schluss! Zumindest bei mir und wohl auch bei vielen anderen gesundheitsbewussten Menschen da draußen. Denn heute startet mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit.
Der Name Aschermittwoch geht auf den religiösen Brauch zurück, wo den Gläubigen an eben diesem Tag ein Kreuz aus der Asche von Palmzweigen auf die Stirn gezeichnet wird. Die religiös begründete Fastenzeit orientiert sich an Jesus, der betend und fastend 40 Tage in der Wüste verbracht hat, um sich auf das Osterfest vorzubereiten. Die Fastenzeit dauert demnach immer von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Allerdings kann man sie auch kürzer, mit oder ohne religiösem Hintergrund, für sich nützen.
Ich bin eine notorische „Ich lass mal 1-2 Wochen Folgendes in meiner Ernährung weg“. Und besonders die Fastenzeit gibt mir einen guten Grund dafür. Ich denke, dass uns ab und an der Verzicht gut tun würde bzw. tut. Er lehrt uns, stark zu sein, er trainiert unser Durchhaltevermögen. Und durch das bewusste Weglassen von speziellen Lebensmitteln (es sind meist die ungesunden) und auch Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin reinigen wir nicht nur unseren Körper, sondern lassen auch vielen anderen Ballast los.
Ich verzichte dann z.B. gerne für ein paar Wochen auf Alkohol, lass die Schokolade und andere zuckerhaltige Lebensmittel weg. Fleisch habe ich sowieso schon länger stark reduziert. Ich zähle mich mittlerweile schon zu den so genannten Flexitariern. Das sind Menschen, die kaum Fleisch zu sich nehmen. Ich esse aber auch sehr gerne basisch. Die basische Ernährung lässt unsere Haut neu erstrahlen, gibt uns mehr Energie und fördert unser Wohlbefinden. Eine langhaltende Übersäuerung des Körpers kann nämlich dazu führen, dass wir uns ständig unwohl fühlen. Übersäuerung schwächt aber auch das Immunsystem und bewirkt eine vorzeitige Alterung.
Basische Ernährung, die sich an eine Liste mit entsprechenden Lebensmitteln hält, versorgt uns mit leicht aufnahmefähigen basischen Mineralstoffen sowie allen Nähr- und Vitalstoffen, die unser Körper benötigt, um im Gleichgewicht zu bleiben. Auf der anderen Seite wird unser Körper natürlich von allen Lebensmitteln verschont, die saure Stoffwechselrückstände in uns hinterlassen. Durch eine basische Ernährung wird der Säure-Basen-Haushalt wieder harmonisiert und es entsteht ein gesunder ph-Wert. Hauptsächlich sind alle Obst- und Gemüsesorten basisch. Zu den sauren Lebensmitteln zählen Getreide, Fleisch und Wurst, Alkohol, Milchprodukte sowie Fisch- und Meeresfrüchte. Wenn ich versuche, meinen Basenhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, verzichte ich meist 1-2 Wochen komplett auf die letztgenannten Lebensmittel. Leider bleibt da nicht sehr viel übrig. Fit fühlt man sich trotzdem, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der Körper daran gewöhnt und auch nicht viel mehr braucht. Die Kilos purzeln dabei genauso. Danach esse ich aber gern wieder meine Mehrkornbrötchen, genauso wie Fisch und Milchprodukte, wie Naturjoghurt, Cottage Cheese & Co. Die sind ja grundsätzlich gesund. Und das Beste an der ganzen Aktion: das Bedürfnis nach Zucker lässt automatisch nach. Aber über die Basen-Säure-Ernährung werde ich euch mal etwas ausführlicher in einem anderen Blogeintrag berichten.
Für den Beginn der Fastenzeit habe ich mir trotzdem ein säurehaltiges Rezept ausgesucht. Es handelt sich dabei aber um ein sehr gesundes und gleichzeitig veganes Brot mit dem klingenden Namen „The life-changing loaf of bread“: Ich neige ja gerne zu Übertreibungen in meiner Welt der Kulinarik. Dass dieses von mir heißgeliebte Brot mein oder jemandes Leben komplett verändern wird, glaub ich allerdings kaum. Es tut mir und euch aber sicher gut! Gefunden habe ich es auf dem tollen Blog My new root’s von Sarah. Es ist praktisch glutenfrei (bei mir sowieso, da ich die skandinavischen glutenfreien Haferflocken verwende), dementsprechend auch ohne Mehl, wie bereits erwähnt, vegan und sehr ballaststoffreich. Was sich bei mir seit der Zubereitung dieses Brotes wirklich ver- und geändert hat, ist die Einführung des Kokosfetts in meiner Küche. Es ist momentan ja total hip und überall kann man darüber lesen, trotzdem habe ich es erst kürzlich für mich entdeckt. Es wird nun sicher vermehrt in meinen Kreationen eingesetzt.
