Quelle surprise! Birnen-Tarte mit Raffinesse
Eine Frucht, die ich besonders mit dem Herbst verbinde, ist die Birne. Davon gibt es natürlich sehr unterschiedliche Sorten. Gelbe, braune oder grünlich-rote Birnen – aus so gut wie allen lassen sich köstliche Desserts und mehr zaubern. Birnenmus und -kompott oder roh als saftiger Snack, gedörrt für den Winter, als feine Beilage zu Fleisch, pikant zu Chutney verarbeitet, ist die Birne eine äußerst vielseitige Frucht. Herrlich schmeckt sie auch in Kuchen und Torten.
Aus den nichtkultivierten Mostbirnen wird – oft gemischt mit Äpfeln – der herrlich-süße Obstsaft gepresst. Naturtrüb und nicht pasteurisiert, vergärt er rasch zum mehr oder weniger hochprozentigen Most, der feinsäuerlich schmeckt. Most gehört zu den herbstlichen Highlights, besonders wenn man ihn in lustiger Runde beim Heurigen oder nach einer Wanderung auf der Berghütte genießt. Aber genau dort wurde mir vor einigen Jahren noch ganz anderes von der Birne serviert: Eine Tarte, die in jedes Nobelrestaurant gepasst hätte. Quelle surprise! – Was für eine Überraschung! Glücksfall, dass die hübsche junge Hüttenwirtin Französin war und zudem ein Faible für besondere Desserts hatte. So wurde die Birnen-Tarte für mich zur Krönung des Ausflugs. Hütte hin oder her – diese Tarte ist seitdem auch bei meinen Einladungen eine leckere Überraschung für meine Gäste. Sie eignet sich geradezu ideal um ein Festessen oder sogar eine deftige Mahlzeit raffiniert abzurunden.
