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Bunter-Rübensalat mit Feigen

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Feigen faszinieren mich. Ich finde sie nicht nur ausgesprochen wohlschmeckend, sondern auch sinnlich. Auf Englisch würde ich sagen „there is something about it – it fascinates me, but I can’t really describe what it is“.

Früher hatten Feigen für mich gar nichts Sinnliches – im Gegenteil. Aber als Kind kannte ich Feigen auch nur in getrockneter Form. Omi meinte immer, dass sie besonders gut für die Verdauung sind. Das hat mich damals natürlich genauso wenig interessiert und sexy ist das natürlich auch nicht – als Schnack mochte ich sie aber schon immer. Auf Reisen lernte ich sie auch in frischer Form kennen. Und vor ein paar Wochen habe ich sie überhaupt zum ersten Mal selbst frisch gepflückt. Und zwar als ich meine Bloggerkollegin Melanie von Das Mundwerk im Burgenland besucht habe. Dazu habe ich euch bereits erzählt, dass nach dem Zwetschgenkuchen auch noch ein zweites Rezept kommen wird. Und dafür ist es nun höchste Zeit, denn die Feigen sind bereits überreif oder wurden schon längst geerntet und verarbeitet. Zeit also für dieses Rezept.

 

Feigen faszinieren mich ja auch deshalb, weil sie so vielfältig einsetzbar sind. Entweder man genießt sie mit etwas Honig zu einem guten Ziegen- oder Schafkäse, oder man verarbeitet sie z.B. mit Ofengemüse für den süßen Touch. Herrlich sind sie auch in karamellisierter Form mit Honig oder zum Frühstück in der Müsli-Schüssel. Richtig fein ist auch eine Feigentarte oder – in getrockneter Form – als Zutat in Kuchen und Brot. Wie auch immer – ich steh auf diese tolle Frucht. Zudem ist sie einfach wunderschön – außen dunkel violett, innen mit herrlich rotem, weichem Fruchtfleisch.

Feigen sind aber nicht nur schön und gut, sondern auch besonders gesund. Sie enthalten sehr viele gesunde Stoffe. Schon früher war die süßliche Frucht für ihre heilende Wirkung bekannt. Feigen bringen nicht nur reichlich Fruchtzucker und Ballaststoffe mit sich, sondern auch Eisen, Kalium und Calcium. Daneben sind sie reich an Vitamin B1. Sie enthalten sehr viel Wasser – fast 80%, gelten als blutreinigend, harntreibend und vor allem verdauungsfördernd. Die Konzentration der Inhaltsstoffe ist bei getrockneten Feigen sehr viel höher als bei frischen. Demnach auch ihre Wirkung sowie ihr Energiegehalt. Gut zu wissen ist auch, dass Feigen den höchsten basischen Wert aller Lebensmittel haben. Aus diesem Grund sind sie optimal zur Neutralisation von Säure bildenden Lebensmitteln. Dies ist vor allem für diejenigen Menschen wichtig, die viel Fleisch und Wurst verzehren und zu wenig Obst und Gemüse essen.

Ich habe den Nachmittag bei Melanie im Burgenland sehr genossen. Einfach mal ein Körbchen in die Hand nehmen, in den Garten gehen, Feigen vom Baum pflücken, aufs Feld gehen und den eigenen Mangold ernten, Rüben aus der Erde ziehen, Tomaten vom Strauch pflücken und scharfen, frischen Rucola ernten. Nachdem man dann diese Prachtstücke eigenhändig geerntet hat, freut man sich noch viel mehr auf die Verarbeitung. Als Meli und ich die Zutaten ausgelegt hatten und die bunte Pracht vor uns sahen, war uns klar, dass dies ein bunter Herbst-Gartensalat werden muss. Dazu gab es herrliche Mangoldchips. Ein tolles Rezept von Meli, das so richtig schmackhaft und so überraschend anders ist – und dabei so kinderleicht in der Zubereitung. Also ab in den Garten oder zum nächsten Markt, um die bunte Vielfalt auszukosten, die der Garten jetzt noch zu bieten hat. Nicht nur gut für unseren Körper, sondern auch ein Augenschmaus. Lasst es euch schmecken!