Frühstück, Glutenfreiheit, Rezepte, Süßes

Rhabarber Oster-Scones

Dieser englische Klassiker ist nicht nur zum Tee am Nachmittag lecker, sondern auch zum Frühstück oder zu Matcha-Tee und Kurkuma-Latte. Am liebsten mag ich Scones mit einem selbstgemachten Kompott oder einer Marmelade und dazu Kokos-Sahne.

Die ersten Scones habe ich vor 13 Jahren in Neuseeland gegessen. Damals wusste ich noch nichts von meiner Zöliakie und aß wöchentlich, manchmal auch täglich, die verschiedensten Scones Kreationen. Meine Favoriten waren Dattel-Scones. Meine Gastmama Manon hatte ein ganz spezielles Rezept mit Dosen-Sprite – diese Scones waren total schnell in der Zubereitung und schmeckten herrlich flaumig. Wenn Manon dann am Sonntag zum Nachmittagskaffee die noch warmen (so schmecken sie nämlich am besten) Scones gebracht hatte und diese mit frischer Schlagsahne und Marmelade servierte, war mein Glück perfekt.

Hierzulande kennt man Scones ja nicht so gut, aber dafür haben wir ja auch himmlisches Brioche-Gebäck, das sich vor allem an Ostern großer Beliebtheit erfreut. Die treuen Leser unter euch wissen, dass ich ein riesen Brioche Fan bin und ich es durch meine Zöliakie sehr vermisse. Es ist ziemlich schwer oder fast unmöglich, einen luftigen glutenfreien Briocheteig herzustellen. Letztes Jahr habe ich bereits ein Oster-Brioche-Rezept mit euch geteilt. Da ich dieses Jahr noch immer im Australien-Fieber bin und mich das unweigerlich an meine Zeit in Neuseeland erinnert, wollte ich zu Ostern glutenfreie Scones auftischen. Als ich zum Einkaufen ging und mich die ersten Rhabarberstangen anlachten, entschied ich mich spontan für die frühlingshafte glutenfreie Oster-Scone-Variante mit Rhabarber! Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen bzw. genießen, und mit Kokos-Sahne und dem restlichen Rhabarber-Kompott, das man vorher sowieso für den Teig braucht, schmeckt der Scone herrlich. Unbedingt frisch zubereiten – denn noch warm aus dem Ofen schmecken Scones bekanntlich am besten.

Wissenswerte Facts über Rhabarber

Obwohl Rhabarber eigentlich ein Gemüse ist, wird es meist als Obst gesehen und auch gerne wie Obst für Kuchen und Marmelade eingesetzt. Rhabarber hat von April bis Juni Saison. Die Stängel sind nicht zwangsläufig rot bis rosarot, sondern können im reifen Zustand auch grün sein. Interessant zu wissen: je später Rhabarber geerntet wird, desto saurer schmeckt er. Rhabarber kann man roh nicht genießen. Wird er jedoch gekocht, entfaltet er sein wunderbares Aroma. Sein saurer Geschmack ist ein toller Kontrast zum Süßen.

Rhabarber wirkt nicht nur verdauungsfördernd und appetitanregend, sondern hat auch eine entschlackende Wirkung. In Rhabarber stecken die Vitamine A, B1, B2 sowie besonders viel Vitamin C. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor sowie Eisen enthalten. Beim Rhabarber sind lediglich die Stangen genießbar. Finger weg von den Blättern, da diese Oxalsäure enthalten und dies zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Zunächst werden die Stängel gewaschen und die Blätter entfernt. Für die Zubereitung eines Kompotts werden die Stangen in kleine Stücke geschnitten und zusammen mit Zucker bissfest eingekocht. Rhabarber schmeckt auch gut als „Crumbles“. Dazu die gezuckerten Rhabarberstücke in eine ofenfeste Auflaufform geben und aus Mehl, Butter und Zucker Streusel herstellen, darüber geben und im Ofen goldbraun backen. In pikanten Gerichten schmeckt Rhabarber gut zu Fleisch und als Dip wie Chutneys zu Käse und Fleisch.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest und viel Freude beim Backen!