Rezepte, Süßes

Ofenfrischer Marillenkuchen vom Blech

Früher holte ich mir die Marillen noch eigenhändig vom Baum in Omas Garten. Er kletterte an der südseitigen Hauswand hoch. Der einzige Strauchbaum, der mehr Pflege und professionelle Zuwendung von der Familie bekam als andere Gewächse. Äußerlich waren seine Früchte nicht immer perfekt, dafür aber saftiger und süßer als die optisch schöneren. Im Vergleich mit unserer Sorte ist die Wachauer Marille kleiner und vielleicht hübscher, aber vor allem unvergleichlich fein und süß im Geschmack.

Damals als kleines Mädchen in Vorarlberg war mir die Wachauer Marille kein Begriff. Umso besser lernte ich sie nach meinem Umzug nach Wien kennen und schätzen. Ist sie hier doch – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde.

„Wachauer“ Marille ist eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung. Hier haben sich 220 Wachauer Marillenbauern organisiert. Ihr Ziel ist die Erhaltung, Kultivierung und der Schutz der Wachauer Marille.

 

Diesen Kuchen habe ich bei meinem vergangen Vorarlberg-Besuch für die Familie gebacken. Wie man sieht, hatte ich meine Spiegelreflexkamera leider auch nicht dabei. Aber das leckere und einfache Rezept wollte ich euch dann doch nicht vorenthalten.

Die köstlich süßen Marillen enthalten pro 100 g ca. 8,5 g Zucker und 40 Kalorien, die getrocknete Variante hat konzentrierte 240 kcal, aber auch einen 5 x so hohen Nährstoffgehalt. Aber ob frisch oder getrocknet – Marillen sind aus gesundheitlicher Sicht ein absoluter Top-Snack: Sie sind besonders reich an Provitamin A (Carotin), enthalten die Vitamine B1, B2 und C sowie Kalium, Calcium und Phosphor. Ein wahres Gesundheits- und Schönheitselixier für Haut, Haare, Nägel. Der sogenannte Aprikosenteint rührt wahrscheinlich daher! Marillen helfen unsere Abwehr und den Kreislauf zu stärken, und dank ihrer antibakteriellen, keimtötenden Wirkung sehr gut für den Magen-Darm-Trakt.