„Die Fischerin vom Bodensee“ & Fisch trifft auf Kokosmilchreis
Kennt ihr den Heimatfilm „Die Fischerin vom Bodensee“ aus dem Jahre Schnee, ähm von 1956? Ehrlich gesagt habe ich ihn selbst noch nie bis zum Ende gesehen – das bekannte Lied dazu, habe ich aber schon öfters gehört. Während meines Praktikums in Kopenhagen hatte ich sogar den Spitznamen „Die Fischerin vom Bodensee“. Meine Arbeitskollegin fand das Aufgrund meines Nachnamens sowie meiner Herkunft (Vorarlberg) besonders witzig. Heute nennt sie mich oft noch liebenswürdigerweise Fischlein. Auch wenn ich schon mal einen ziemlich großen Fisch in Neuseeland gefangen habe und ab und an fischen war, ist nomen nicht gleich omen. Aber dafür esse ich Fische umso lieber!
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„Die Fischerin vom Bodensee ist eine schöne Maid, juchhee; ….
Und fährt Sie auf den See hinaus, dann legt sie ihre Netze aus,
schon ist ein junges Fischlein drin, im Netz der Fischerin.“
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Für mich macht es auf jeden Fall Sinn, heimischen Fisch zu kaufen, da es aus dem Bodensee und anderen heimischen Gewässern sehr feine Fische gibt. Werden sie außerhalb der Saison knapp, bietet der Fischhändler am Markt eine tolle Auswahl an Süßwasser- und Meeresfischen. Wildlachs, Skrey (saisonaler Dorsch), Doraden und eine Reihe andere bieten viel Abwechslung und eigenen sich für unterschiedliche Zubereitungen: gebraten, gedämpft, in Salzkruste oder vom Grill.
Fische sind sehr bedeutend für unsere Ernährung. Sie enthalten leicht verdauliches Eiweiß, viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie besonders wertvolle Fischöle. Ihr Fettgehalt besteht hauptsächlich aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Fische enthalten das Spurenelement Selen, das eine antioxidative Wirkung hat und die Zellen vor äußeren Einflüssen schützt. Aus diesem Grund werden ein bis zwei Fischportionen pro Woche empfohlen.
Unser Körper nimmt die wertvollen Inhaltsstoffe von Fisch und Meeresfrüchten schnell und leicht auf. Deshalb ist Fisch für uns nicht so belastend. Er enthält außerdem wichtige Vitamine der B-Gruppe, wie z.B. B1, B2, Niacin, B6 und B12, sowie die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Blutfettwerte positiv. Wissenschaftler schreiben den Omega-3-Fettsäuren eine Vielzahl an positiven Effekten zu. Langkettige Omega-3-Fettsäuren, die zB Lachs aufweist, senken das Risiko für bestimmte Fettstoffwechselstörungen, für Bluthochdruck und Herzkranzgefäßerkrankungen. Zweimal pro Woche Fisch wäre demnach optimal.
Für dieses Rezept hab ich die heimische Forelle etwas entführt und sie exotisch zubereitet. Ingwer, Kokosmilch sowie Koriander durfte da natürlich nicht fehlen.
Ingwer – schön scharf, schön gesund
Schon mal ein Ingwerstückchen roh und pur probiert? – Ganz schön scharf in Mund und Rachen! Aber nicht nur die können davon brennen, auch Wangen können sich röten, bei manchen beginnt die Nase zu laufen, und manche verspüren ein Wärmegefühl, das den ganzen Körper durchströmt. Dies bewirken die vielen Scharfstoffe in der Knolle, die angeblich Wärmerezeptoren aktivieren.
Zu Zeiten der Römer verlangte man sogar Steuer für die heilende Wurzel, weil sie ihnen so lieb und wertvoll war. Ingwer findet sich mittlerweile auch immer mehr bei uns in der Medizin und Küche. Die Wurzel, die ihre Hauptanwendung in der Heilung hat, stammt ursprünglich aus Südasien. Im Orient schrieb man der Knolle damals eine aphrodisierende Wirkung zu.
Die Knolle kann man stückchenweise ungeschält, geschält oder in pulverisierter Form zu sich nehmen. Ingwer ist vor allem bei Reiseübelkeit ein Wundermittel, außerdem wirkt er anregend und krampflösend. Er lindert Bauchkrämpfe, Fieber sowie Durchblutungsstörungen. Ingwer hat überdies einen verdauungsfördernden Effekt.
Viele verwenden Ingwer auch bei Halsweh und bei Erkältungen. Einfach Ingwer in kleine Stückchen schneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Die vorhin beschriebenen Scharfstoffe des Ingwers sorgen nämlich für eine stärkere Durchblutung der Hals- und Nasenschleimhäute. Auch die Aktivierung der körpereigenen Wärmerezeptoren ist gut bei verschiedenen Infektionen. Krankheitskeime werden schneller abtransportiert, was hilft, einer Erkältung vorzubeugen oder diese rascher abklingen zu lassen. Vor allem aber sind die vielen ätherischen Öle in der Knolle sehr gut gegen jede Art von Entzündungen, da sie über keimtötende Inhaltsstoffe verfügen.
Ingwer gilt allgemein als sehr gut verträglich. Schwangere sollten Ingwer jedoch meiden, da bestimmte Inhaltsstoffe angeblich Wehen auslösen können. Bei Magenschmerzen sollte man auch eher darauf verzichten, da die Scharfstoffe in der Knolle noch mehr Magensäure bilden.
In der Küche passt Ingwer optimal zu asiatischen Speisen und Curry-Gerichten. Dazu den Ingwer heiß abwaschen, in kleine Stücke schneiden und im heißen Öl kurz anbraten. Anschließend aus dem Öl nehmen und dem Gericht erst kurz vor Ende der Garzeit wieder zugeben. So behält die Wurzel das feine Aroma und das Gericht schmeckt nicht zu intensiv nach Ingwer. Lecker ist Ingwer auch in Suppen und frisch gepressten Säften. Auch für Desserts, zum Backen oder für Chutneys eignet sich die Knolle sehr gut.
Wie Kokosmilch anzuwenden ist und was sie alles kann, findest du hier.
Und nun Vorhang auf für das exotische Gericht.
