Bärlauch-Gnocchi zum Frühlingsbeginn
Sprießende Blumen, wärmere Sonnenstrahlen, längere Tage: ja, es wird endlich Frühling! Ich kann ihn riechen, spüren und vor allem sehen, wenn ich durch meinen Wochenendmarkt spaziere. Am 20. März ist astronomischer Frühlingsbeginn und beschert uns frische Naturköstlichkeiten, wie zum Beispiel Spinat, Frühlingskräuter, Radieschen, Bärlauch usw. Letztere haben mich zu glutenfreien Bärlauch-Gnocchi inspiriert.
Frühjahrszeit ist Bärlauchzeit. Beim Wandern riecht man den sogenannten “wilden Knoblauch” schon von weitem. Der Bärlauch feiert seit einigen Jahren ein starkes Comeback – letztes Jahr um diese Zeit habe ich meine selbstgemachten Bärlauch-Ravioli gepostet.
Auch wenn Bärlauch so ähnlich riecht wie Knoblauch, schmeckt er doch nicht so intensiv wie sein Verwandter. Der Geschmack des Bärlauchs stammt gleich wie beim Knoblauch vom ätherischen Öl Allicin. Der Geruch, der beim Essen stark durchkommt, baut sich aber über Haut und Atemwege sehr schnell ab. Bärlauch ist ein wahres Wundermittel. Die Aromastoffe, Sulfide, die für den speziellen Geschmack sorgen, werden erst beim Zerkleinern in das ätherische Öl Allicin umgewandelt. Dieses spezielle Öl besitzt eine antibakterielle Wirkung: Es hilft Bakterien abzutöten und somit im Kampf gegen Erkältungen, Fieber und Husten.
Isst man Bärlauch regelmäßig, wirkt sich das positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Er senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Cholesterinspiegel. Bärlauch hilft auch bei Magen-Darm-Problemen sowie bei Magenkrämpfen, Blähungen und Völlegefühl. Bärlauch enthält reichlich Vitamin C, Eisen, Mangan sowie Magnesium. Sein spezielles Anti-Stress-Magnesium stärkt Herz und Kreislauf. Mangan bekämpft Müdigkeit, macht fit und stärkt unsere Nerven. Die grünen Blätter lassen uns erstrahlen – Bärlauch besitzt eine blutreinigende Wirkung und verbessert somit unser Hautbild.
Am besten, man sammelt nun schon fleißig Bärlauch und friert ihn dann ein. Dafür solltest du ihn gründlich waschen, trocknen und in Portionen abgepackt einfrieren. Wenn du mit einem Nudelwalker vor dem Auftauen darüber rollst, hast du gleich zerkleinerte Blätter. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blätter zu waschen, zu trocknen und mit einem Mixer zu pürieren. Das entstandene Bärlauchpüree kann dann in Eiswürfelbeutel eingefroren werden. So kann man, je nach Bedarf, immer wieder einzelne kleine Portionen herausnehmen. Funktioniert super. Gerade bei Ravioli und Gnocchi mache ich auch öfters größere Portionen und friere sie dann ein. Ideal zum Einfrieren ist auch Bärlauchbutter. Bärlauch waschen, klein hacken und im Verhältnis 3:1 mit Butter vermengen.
Anstatt Bärlauch-Gnocchi zu machen, könnte man auch neutrale Gnocchi machen und mit Bärlauch-Pesto servieren.
