Kurkuma-Risotto & Food Photography Workshop
Beim Essen zählt nicht nur der Geschmack, sondern vor allem auch das Aussehen. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Gerade in der Food Photography ist das Aussehen ein wesentlicher Faktor – hübsche Speisen und Nahrungsmittel sind natürlich einfacher in Szene zu setzen als Eintöpfe, Brei & Co.
Vergangene Woche habe ich mit Cliff von Pixelcoma einen Food Photography & Styling Workshop in Wien veranstaltet. Dazu gab es von mir ein selbst kreiertes 3-Gänge-Menü – wobei ich natürlich einerseits auf die Saisonalität und andrerseits auf die Ästhetik der gekochten Rezepte geachtet habe. Als Vorspeise gab es einen Fenchelsalat mir Dill, Koriander, Zitronenöl, Orangenfilets und Pinienkernen. Vor allem die Orangenfilets machten sich wunderbar auf den Tellern und mit den Stylingkreationen der Workshop-Teilnehmer. Absolutes Highlight bzw. richtiger Hingucker war aber definitiv das Kurkuma-Risotto mit den Hühnerbruststreifen. Dieses Gericht machte sich vor allem auf blauen Tellern oder dunklerem Untergrund – Stichwort Komplementärfarbe – richtig gut. Kreiert habe ich dieses Rezept letztes Jahr für Kochabo, und es war eines der Lieblingsrezepte der Abonnenenten. Zu Recht, denn Kurkuma lacht nicht nur ins Auge, sondern schmeckt herrlich cremig und ist eine überraschend neue Risotto-Zutat.
Bei Elisabeth von Schlossmanufaktur könnt ihr auch noch Eindrücke des Foto-Workshops und der Rezeptefotos sammeln. Die Nachspeise sollte etwas herausfordernder sein, also eine Moody Geschichte – dunkel, evtl. etwas Vintage und so richtig in Szene gesetzt. Eine Aufgabe war dann auch das Rezept – Schokoladetörtchen mit flüssigem Kern. Hier geht es echt um Minuten, denn hat man die Törtchen ein wenig zu lang im Ofen, verfestigt sich der Kern. Zur Not hatten Cliff und ich Flüssigschokoalde besorgt, denn ehrlich gesagt, meist wurde das Gericht, wie wir es in Magazinen und Kochbüchern sehen, nicht genau nach Rezept bereitet. Wobei ich auch anmerken will, dass ich meine Food Fotos immer so anrichte, wie das Endprodukt auch wirklich ist. Ich möchte keine falschen Hoffnungen wecken und schon gar keine Lebensmittel verschwenden. Leider klappt’s nicht immer, aber die Zeiten von Rasierschaum und Haarspray sind in der Food Photography schon lange vorbei.
Aber zurück zu den herrlichen Törtchen, die du übrigens hier findest. Leider waren wir auch 1-2 Minuten zu lange im „Wie-style-ich-diese-Törtchen-nun-am-besten“- Gespräch, sodass wir den ideal Zeitpunkt für den flüssigen Kern verpasst hatten. Dem Geschmack hat das aber Gott sei Dank nicht geschadet. Fürs Foto haben wir die Törtchen dann aufgebrochen und uns der Flüssigschokolade bedient. Geübt wurde mit rieselndem Staubzucker, und als Deko gab‘s frische Himbeeren. Richtig gut schmecken die Törtchen auch mit selbstgemachtem Vanille-Chili-Eis oder ganz klassisch mit etwas Schlagobers.
Falls ihr auch mal Interesse an einem Workshop habt: Sehr bald wird es auf meiner Seite einen extra Button für Workshops geben, und im Herbst veranstalten Cliff und ich wieder einen 6-stündigen Workshop mit einem 3-Gänge Menü. Wie du dir das vorstellen kannst? Zuerst wird in einem ausführlichen Theorie-Teil die Funktionen der Spiegelreflexkamera (richtiger Einsatz von Blende und Verschlusszeit, ISO, Objektive & Co), das Licht und das Food Styling besprochen. Danach geht’s ran ans Rezepte stylen und shooten, während ich in der Küche die Rezepte vorbereite – gerne auch mit Hilfe. Fokus sollte aber auf dem Stylen und Fotografieren liegen.
Bei Interesse oder Fragen, könnt ihr mich ja direkt kontaktieren. Hier das köstliche Kurkuma-Risotto Rezept mit Hühnerbruststreifen, sowie im Anschluss den Fenchel-Salat mir Orangenfilets:
