Pilz Bruschetta mit Fruchtsaft

[Werbung] Das Frühstück ist meine Lieblingsspeise am Tag, vor allem nach einer Sporteinheit in der Früh, weil es wie eine Art Belohnung wirkt und nach getaner Arbeit noch besser schmeckt. Gerade am Wochenende kann man Frühstück lange ausdehnen und mit seinen Liebsten zelebrieren. Für mich ist es ganz einfach „comfort food“. Meist wird das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit am Tag bezeichnet – wahrscheinlich deshalb, weil der Körper eine Grundenergie braucht, um aktiv in den Tag zu starten. Ich beginne meinen Tag meist mit einer ausgewogenen Mahlzeit wie z. B. Porrdige und am Wochenende dann mit etwas Ausgefallenerem, wie z.B. diesem Pilz-Bruschetta mit einem Tomaten Fruchtsaft-Olivenöl-Dressing.

Der wohl bekannteste Saft zum Frühstück ist der altbewährte Orangensaft. Aber man kann den Tag auch mit einem Smoothie starten oder das Porrdige mit einem Teil Saft aufkochen – ich verwende hier besonders gerne Birnensaft.

Fruchtsaft ist weit mehr als ein Getränk

Am meisten trinke ich über den Tag verteilt Wasser, aber für viele ist der Fruchtsaft ein täglicher Begleiter: Orangensaft zum Wachwerden am Morgen, der gespritzte Apfelsaft nach dem Sport und der Traubensaft am Abend, anstatt einem Gläschen Wein: Fruchtsaft ist sehr facettenreich. Vor allem im Sommer, beim Wandern und auf den Hütten trinke ich auch sehr gerne einen gespritzten Saft als Durstlöscher.

Was viele nicht bedenken: Fruchtsäfte sind flüssiges Obst, denn es gilt die Gleichung: Fruchtsaft = 100 Prozent Frucht – so verlangt es zumindest die österreichische und deutsche Fruchtsaftverordnung. Und was für viele vielleicht auch neu ist: Fruchtsäfte gruppieren sich nicht in Getränke, sondern in pflanzliche Lebensmittel. Täglich sollten es laut der Lebensmittelpyramide fünf Portionen Obst und Gemüse sein. Ein Glas Fruchtsaft mit 150 ml kann gelegentlich eine Portion Obst und Gemüse ersetzen. Fruchtsaft kann dabei helfen, die eigene Obst- und Gemüseaufnahme zu steigern. Wenn Obst oder Gemüse gerade nicht greifbar oder nicht genug Zeit zum Schälen und Schneiden ist, stellt ein kleines Glas Fruchtsaft eine gute Alternative dar.

Was ist der Unterschied?

Was ist nun eigentlich der Unterschied zwischen einem reinen Fruchtsaft, einem Fruchtnektar und einer Fruchtsaftschorle?

Wichtig zu wissen ist, dass Fruchtsaft laut Definition immer aus 100 Prozent Frucht besteht – es wird nichts hinzugefügt, weder Farb- noch Konservierungsstoffe. Zusätzlich findet man auf der Verpackung Angaben wie ‚Direktsaft‘ oder ‚aus Fruchtsaftkonzentrat‘, was zusätzlich Aufschluss über die Fruchtsaftherstellung gibt. Der Direktsaft wird nach dem Pressen und Pasteurisieren ohne Umwege direkt abgefüllt. Bei Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat wird dem gewonnenen Fruchtsaft schonend Wasser entzogen und vor der Abfüllung wieder zugesetzt. Der Grund dafür: Einsparung von Lager- und Transportkosten. Geschmacklich ist aber beides gleichwertig.

Auch wenn man aus jeder Frucht 100-prozentigen Saft herstellen kann, würden uns einige pur gar nicht schmecken. Diese speziellen Früchte enthalten von Natur aus zu viel Fruchtsäure oder Fruchtfleisch. Erst durch das Hinzufügen von Wasser, Zucker oder Honig werden sie genussfähig. Zu diesen Fruchtarten zählen Johannisbeeren, Sauerkirschen oder Pfirsiche. Im Handel finden wir sie als Fruchtnektar. Dabei liegt der vorgeschriebene Fruchtgehalt, je nach Fruchtart, bei mindestens 25 und 50 Prozent. Es dürfen aber auch hier auf keinen Fall Farb- und Konservierungsstoffe eingesetzt werden.

Fruchtsaftschorlen, oder in Österreich gespritzte Säfte genannt, gehören in die Kategorie Erfrischungsgetränke. Sie setzen sich aus Fruchtsaft und Mineralwasser zusammen. Je nach Fruchtart variiert auch hier der der Mindest-Furchtgehalt des Getränkes: bei einer Apfelschorle sind es z.B. 50 Prozent, bei einer Rhabarberschorle 25 Prozent.

In Europa sind vor allem Apfel- und Orangensaft die klassischen Säfte, aber die Vielfalt von Fruchtsaft und Nektaren ist groß, z. B. Birne, Johannisbeere, Kirsche oder Rhabarber.

Wusstest du, dass der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verzehr in Österreich bei 21,8 Litern liegt? Die Deutschen trinken sogar 31,5 Liter Fruchtsaft und -nektar pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Norwegen (23,1 Liter), USA (21,3 Liter) und Schweden (21,8 Liter). Am beliebtesten sind Orangensaft (7,4 Liter) und Apfelsaft (7,0 Liter). Mit deutlichem Abstand folgt Multivitaminsaft mit 3,9 Litern pro Kopf.

Der etwas andere Saft -Tomatenfruchtsaft!

Ich habe mich an den Tomatenfruchtsaft gewagt, der etwas polarisiert. Am liebsten wird er im Flugzeug getrunken. Warum schmeckt Tomatensaft an Bord eigentlich besser? Der Grund: In einem Flugzeug in rund 10 000 Meter Höhe nehmen die Geschmacksnerven wegen des anderen Luftdrucks und der geringeren Luftfeuchtigkeit anders wahr. Dies konnten Forscher am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen wissenschaftlich nachweisen.

Was Tomatensaft in einem Blogpost über Fruchtsaft sucht, fragt ihr euch jetzt vielleicht! Ganz einfach: Die Tomate zählt botanisch auch als Frucht, deswegen freue ich mich, euch mein Rezept mit Tomatensaft zu zeigen!

Ich habe den guten alten Tomatensaft in mein Frühstücksrezept eingebaut und eine herrliche Olivenöl-Tomatensauce für die Pilz-Bruschetta daraus gezaubert.

Und hier findet ihr noch ein anderes tolles Saftrezept auf meiner Seite.

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Pilz-Bruschetta mit Oliven-Tomatensauce
2 Personen

Zutaten:

  • ½ Baguette oder Ciabatta
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Pilze: Kräuterseitlinge, Champignons und Shiitake Pilze
  • 2 EL Rapsöl
  • Thymian Salz
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 100 g Ziegenfrischkäse

Für die Tomatensauce:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Schuss Balsamicoessig
  • 100 ml Tomatensaft
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Baguette oder Ciabatta in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken und mit dem Olivenöl mischen. Knoblauch-Mischung auf das Brot streichen und in den vorgeheizten Ofen geben; auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten goldbraun rösten.
  2. Pilze säubern und klein schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und Pilze darin rundum scharf anbraten. Thymian hinzugeben und salzen.
  3. Haselnüsse klein hacken. Gemeinsam mit den Pinienkernen in einer Pfanne ohne Fett rösten und zwischenzeitlich auf die Seite geben.
  4. Nun Olivenöl und Honig in die Pfanne geben und mit Balsamicoessig ablöschen. Tomatensaft zugießen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Brötchen aus dem Ofen nehmen, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, Pilze darauf geben und mit Tomatensaft-Sauce beträufelt servieren.