Warmer Kichererbsensalat mit Curry und Orange
Wenn der Himmel nicht mehr weiß wie es geht und denkt, dass er sich ständig in grau präsentieren muss, dann zaubere ich mir eben die Farben durch meine Essenskreationen in den Alltag. Gestern war wieder so ein grau in grau Tag – also musste mein farbenprächtiger Kichererbsensalat her. Er wird warm serviert und passt deshalb im Winter genauso wie im Sommer. Mit den Gemüsesorten kann man ja je nach Saison variieren.
Bevor ich mich aber an das Kochen gemacht habe, wollte ich zuerst mal wissen, was eigentlich hinter dem Name Kichererbse steckt. Obwohl ich die Erbsen ganz gerne mag, zum Kichern haben sie mich noch nie gebracht. Und so fand ich raus, dass der Name der Kichererbse wider Erwarten nichts mit Kichern zu tun hat. Er leitet sich nämlich vom lateinischen Wort “cicer” ab, was nichts anderes als Erbse bedeutet. Somit ist Kichererbse ein Pleonasmus und bedeutet so viel wie „Erbseerbse“.
Bei so viel Eiweiß gibt es viel zu kichern
Was mir selber neu war: Kichererbsen waren früher als das „Fleisch der armen Leute“ bekannt. Wie andere Hülsenfrüchte auch, enthalten sie sehr viel Eiweiß, das sogar den von Fleisch übertrifft. Sie enthalten etwa 22 Prozent Eiweiß und mit einem Kohlenhydratanteil von etwa 50 Prozent und mit etwa 15 Prozent Ballaststoffen sind sie zudem sehr lange sättigend. Außerdem fördern sie die Verdauung. Jedoch muss beachtet werden, dass Eiweiß aus Pflanzen vom Körper schlechter aufgenommen werden kann, als tierisches Eiweiß. Deshalb isst man zu den Kichererbsen am besten Eiweißreiches, wie z.B. Weizen, Kartoffeln oder Fleisch.
Nicht zu vergessen ist aber, dass im Gegenteil zum tierischen Fett, das Fett der Hülsenfrüchte hauptsächlich aus den „gesunden“ ungesättigten Fettsäuren, die die Blutfette (LDL, HDL, Triglyceride) positiv beeinflussen und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können, besteht.
Kichererbsen stecken auch voller Vitamine, wie z.B. Vitamine der B-Gruppe, eine beachtenswerte Menge Vitamin A, Folsäure, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen und Zink. Wie andere Hülsenfrüchte auch, enthalten Kichererbsen viele sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird.
Wie bereitet man Kichererbsen zu?
Gestern habe ich Bio-Kichererbsen aus der Dose verwendet. Oft lasse ich sie aber auch über Nacht einweichen. Kichererbsen kann man nicht roh essen, da sie einige unverträgliche und giftige Stoffe enthalten. Deshalb muss man die Hülsenfrüchte etwa 12 Stunden vor dem Verarbeiten in reichlich kaltem Wasser einweichen bzw. quellen lassen. Oder man bedient sich eben der vorgekochten Variante aus der Dose. Falls man die Kichererbsen quellt (am besten über Nacht), spüle sie anschließend unter fließendem Wasser ab. Je länger man Kichererbsen quellen lässt, desto weniger lang muss man diese anschließend kochen.
Und hier kommt das grandiose Salatrezept, das ich gerne auch als Beilage zu Hühnchen mache oder im Sommer beim Grillen. Das Besondere daran ist das Curry sowie die Orange.
