Glutenfreier Polenta-Gugelhupf
Gugelhupf erinnert mich immer an meine Kindheit und Teenagerzeiten, als ich selbst begann viel und regelmäßig zu backen. Damals – und heute ist das nicht anders – war (ist) Backen für mich etwas sehr Entspannendes. Ich habe mich regelrecht gefreut, an einem verregneten Nachmittag nach der Schule einen Kuchen für die Familie zu backen. Damals eine Version mit Nutella und noch glutenhaltig, da ich zwar schon relativ sicher Zöliakie hatte, aber es leider nicht wusste.
Gugelhupf-Hype
Jetzt in Corona-Zeiten backe ich auch wieder ganz fleißig für meine Familie in Vorarlberg. Ich habe ja genügend Zeit und entspannend ist es auch. Dabei habe ich die altbewährte Gugelhupfform wieder hervorgeholt, die in diesen Zeiten gerade eine regelrechte Renaissance erlebt. Auf Instagram sind mir die letztenTage viele Gugelhupf-Fotos und -videos untergekommen; diesem Hype wollte ich mich anschließen und meine eigene Kreation mit euch teilen. Natürlich glutenfrei und ein bisschen gesünder als üblicherweise, aber ohne Geschmackseinbußen.
Der Kuchen hält sich durch seine Obst- und Gemüsebeigaben zwar länger frisch, aber bei uns war er innerhalb eines Tages weg: weil er so köstlich war und die Omas und meine Großtante davon genug abbekamen – als ein süßes Hallo vor die Haustüre.
Wie geht es euch denn mit der momentanen herausfordernden Corona-Situation? Was macht ihr, damit euch die Decke nicht auf den Kopf fällt bzw. ihr keinen Lagerkoller bekommt?
Hier ein paar Ideen / Tipps meinerseits, um die Zeit sinnvoll und schön zu gestalten:
Allem voran: Kochen und Backen. Obwohl das jetzt automatisch auf dem Tagesplan steht, könnte man auch gleich einen Wochenplan erstellen. Vielleicht inspiriert von Foodblogs und Kochbüchern oder alten Familienrezepten, und dann danach einen Großeinkauf tätigen (verhindert den häufigen Kontakt mit anderen Menschen). So wird’s einerseits kreativ und andererseits bringt es wieder mehr Struktur in den Alltag.
Apropos Struktur – ich glaube die ist gerade sehr wichtig und hilfreich. Ich versuche meinen Tag wie einen Arbeitstag normal zu strukturieren, d.h. Wecker stellen (auch OK, wenn man es nicht immer gleich aus den Federn schafft), dann eine Runde Sport oder Yoga (mittlerweile gibt’s ja wirklich eine große Online-Auswahl), dann ein paar Stunden Home-Office, dann das Mittagessen kochen usw.
Ganz wichtig: mal nichts tun und genießen. Man muss nicht immer funktionieren und tun. Es ist völlig OK, auch mal einfach nur zu entspannen, nachdenken, Filme schauen, Podcasts hören, in die Luft starren…
Dinge, die man immer wieder aufschiebt und für die man nie Zeit hatte, kann man jetzt auch (endlich) angehen. Oder gleich etwas Neues ausprobieren: Online-Kräuterkurse oder Sprachkurse, einen Sauerteig ansetzen, ein Aquarell-Bild malen etc. Und für andere da sein – gerade jetzt ist Zusammenhalt gefragt. Wenn ihr genügend Kapazitäten habt und psychisch stabil seid, helft euren Freunden, der Familie und Menschen, denen es momentan nicht so gut geht.
Bitte #stayathome und #staysafe. Alles Liebe und viel Freude beim Backen!
Hier übrigens noch ein Gugelhupf-Rezept mit Kürbis.
